Übersetzung und Spotting

Als Spotting bezeichnet man die Platzierung des Untertitels, wobei gleichzeitig festgelegt wird, wie lange ein Untertitel im Film erscheint. Das Spotting teilt der Maschine mit, wann wie viele Bilder mit demselben Text beschriftet werden müssen. Soll ein Titel 1 Sekunde im Kino erscheinen, müssen entsprechend 24 Bilder mit demselben Text gezogen werden — und alle 24 Bilder müssen exakt gleich getitelt sein.

Wir übersetzen vorwiegend ins Deutsche, Französische, Englische, Italienische und Spanische. Übersetzungen werden, wann immer möglich, zusammen mit dem Originalfilm erstellt. So können Fehlinterpretationen vermieden werden.

Die meisten Untertitel sind zweizeilig: 1. Zeile Deutsch, 2. Zeile Französisch. Das Problem bei der Übersetzung liegt darin, dass pro Zeile nur 41 Zeichen zur Verfügung stehen. Ein schnell gesprochener Dialog kann nicht 1:1 übersetzt werden — der Platz reicht schlicht nicht aus.

Wenn eine Zeile die gesamten 41 Zeichen ausschöpft, muss dieser Untertitel für ca. 1,5 bis 2 Sekunden auf der Kinoleinwand erscheinen, damit Lesen und Verstehen noch gewährleistet ist. In diesen rund 2 Sekunden kann ein Schauspieler sehr viel sagen! Eine wortwörtliche Übersetzung ist daher nicht möglich.

Diese Art der Übersetzung unterscheidet sich stark von konventionellen Übersetzungen. Sehr gute Kenntnisse der Fremdsprache sowie der Muttersprache sind daher Voraussetzung. Wir übersetzen immer aus der Fremdsprache in die Muttersprache — das heisst, wer vom Englischen ins Französische übersetzt, ist Muttersprachler Französisch.

Eine automatische Übersetzung ist bis heute nicht möglich.

Alle Arbeitsplätze sind mit der eigens entwickelten Software CINTISCH ausgestattet. Eine Übersetzung sowie das Spotting von 35mm- oder Digitalfilm ist damit möglich.

↑ Zurück zur Übersicht